lösungen in Sichtweite
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
  Systemische Therapie

Die systemische Therapie weitet den Blick per definitionem, denn sie sieht den Menschen immer auch in seinem Beziehungssystem und macht dadurch deutlich, wie sehr unser Befinden auch von unseren Familienmitgliedern, Kolleginnen und Freunden abhängt. Damit kommt automatisch Bewegung ins Spiel: Wenn ich in der einen Umgebung deprimiert und zurückgezogen bin, in einer anderen aber aufblühe und meine Kräfte entfalte, bedeutet das, dass ich selbst über verschiedene Möglichkeiten verfüge. Die systemische Therapie wird zu Recht als ressourcenorientierte, lösungsorientierte Kurzzeittherapie angesehen. Sie ist lösungsorientiert im besten Sinne. Von Anfang an wird hier darauf gesehen, wo die Lösung aufscheint für ein Problem, und allein dies gibt in der Beratung schon Kraft. Dennoch macht es auch Sinn, auf das Problem zu sehen, weil hier oft wichtige Impulse für eine Lösung verborgen liegen. Auch das Aufspüren der eigenen Ideen und Kräfte steht im Mittelpunkt: Die systemische Therapie gibt verschiedene Impulse, damit der Klient oder die Klientin die eigenen Ressourcen entfalten kann (das „reframing“, die „Wunderfrage“, „zirkuläres Fragen“ und vieles mehr).

 

Familienaufstellungen und Systemaufstellungen

Eine besondere Form der systemischen Therapie ist die Familienaufstellung. Bei der Familienaufstellung stellen wir Stellvertretende für unsere Familienmitglieder und uns selbst im Raum auf und visualisieren so unser inneres Bild von der Familie. Dies kann die Herkunftsfamilie, die Gegenwartsfamilie oder auch ein anderes System sein. Die Stellvertreter erleben die Gefühle und Haltungen der Personen, die sie verkörpern und ermöglichen uns so, die Beziehungen in unserem Familiensystem anzusehen und nachzuvollziehen. Die Aufstellungsarbeit ist dabei immer lösungsorientiert, das heißt, sie sucht nach einem Bild, in dem jedes Familienmitglied einen guten Platz im System bekommt, der ihm angemessen ist und an dem es in seiner speziellen Eigenart geachtet wird.

Eine Aufstellung ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie die Beziehung zu Ihren Eltern verbessern möchten, wenn Sie eine Lösung suchen für Schwierigkeiten in der Partnerschaft, wenn Sie mit Ihren Kindern ins Reine kommen möchten, wenn Sie nach einer Scheidung oder Trennung Unterstützung brauchen oder wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit etwas beschäftigt.


Hypnotherapie

Ein klärendes Wort zu Beginn: Die Hypnotherapie nach Milton Erickson macht die Ratsuchenden gerade nicht willenlos, wie Showhypnose vorgaukelt, im Gegenteil, sie versetzt die Ratsuchenden gerade in den Stand, ihren Zustand selbst zu beeinflussen und das zu tun, was sie wollen, aber bisher schwierig fanden.

Die Hypnotherapie ist ein sehr altes Heilverfahren und zugleich sehr modern. Auf besondere Weise verbindet sie Körper und Seele miteinander und deshalb ist sie von großem Wert dafür, „Freundschaft mit dem eigenen Körper zu schließen“ (Hanne Seemann). Sie ist nicht nur eine wirksame Hilfe bei zahlreichen körperlichen Gebrechen oder psychosomatischen Beschwerden, sondern auch bei Stresssituationen, in denen Verhaltensprobleme auftauchen (z.B. Prüfungsängste und soziale Ängste). Sie verbindet die Vorzüge der psychodynamischen und der lösungsorientierten Heilverfahren miteinander, indem sie Raum gibt, über Zeitregression, Affektbrücke u.a. wichtige persönliche Beziehungsfragen zu klären und auf der anderen Seite mit Zeitprogression, Zielvisualisierung u.a. sehr schnell in Kontakt mit möglichen Lösungen zu kommen.

Dabei richtet der Klient, die Klientin die Aufmerksamkeit auf den Prozess, der innerlich vom Problem zur Lösung führt und taucht ein in die Atmosphäre, in der das Problem gebessert wird oder gelöst ist („Trance“). Nach meinem Verständnis ist es der Klient, die Klientin selbst, die mit Hilfe des Therapeuten ihre Lösungen entwickeln, ja man kann die gelungene Hypnotherapie genau daran erkennen, dass sich in der Klientin ihre eigenen, die ihr gemäßen Ideen entfalten.